, Weserberglandvogelschau am 30.09.17.& 01. 10.17 in Rinteln/Engern
 
Vogelfreunde Schaumburg AZ - VZE-Ortsgruppe Rinteln
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Impressum: Lars Bredemeier
Fruchttauben
Tauben, Columbidae. Die große Familie der T. ist über die ganze Erde verbreitet. Im allgemeinen in ihrer Körperform sehr gleichmäßig und daher auch von Laien leicht richtig anzusprechen, kommen in den Tropen doch auch abweichende Formen vor, wie die durch buntes, grün und rotes oder metallisch glänzendes Gefieder auffallenden Fruchttauben und in Australien die Lauftauben, deren größte Mitglieder die Kronentauben (s. unten) sind. - In Afrika sind einige 40 Taubenarten bekannt, von denen die folgenden als die auffallendsten und häufigsten kurz gekennzeichnet seien: Die allgemein verbreitete Guineataube, Columba guinea, von etwa Haustaubengröße, grau, mit rotbraunen Rücken- und Schulterfedern, Flügeldecken rotbraun mit dreieckigen weißen Flecken. Von den durch schwarzen Halsring ausgezeichneten Turteltauben ist Turtur semitorquatus eine der verbreitetsten; Rücken und Flügel sind braun, der Unterkörper ist tiefgrau, der Hals weinfarben. Die Tamborintaube, Tympanistria tympanistria, ist kleiner als die Turteltaube, oberseits braun, unterseits reinweiß, einige metallisch glänzende Flecke auf den innersten Armschwingen. Solche Metallflecke hat auch die kleine Stahlflecktaube, Chalcopelia afra, die sich aber durch blaß weinfarbene Unterseite unterscheidet. Die kleinste afrikanische Taube ist das Kaptäubchen, Oena capensis, mit langem, stufigen Schwanz. Von den grünen Fruchttauben ist die in mehreren Abarten vorkommende Vinago calva eine der häufigsten. - Zahlreich und formenreich sind die T. in Neuguinea. Von Fruchttauben ist die Gattung Carpophaga in einer Reihe von Arten vertreten, große Vögel von Haustaubengröße und darüber mit vorherrschend erzglänzendem Gefieder; ebenso die Gattung Ptilopus, kleinere T. mit sehr bunter, in Grün, Gelb und Rot wechselnder Befiederung. Auf Neuguinea sind ferner die großen Krontauben, Goura, heimisch, von Fasanengröße, mit einer fächerartigen Krone aufrecht stehender zerschlissener Federn auf dem Kopfe, und auffallend ist Caloenas nicobarica mit erzgrün glänzendem Gefieder und einem Schopf lanzettförrniger Federn im Nacken. Auf den polynesischen Inseln sind hauptsächlich Fruchttauben mit der Gattung Ptilopus vertreten; auf Samoa P. perousei, auf den  Marianen P. roseicapillus, auf den Palauinseln P. pelewensis, auf den Karolinen P. ponapensis. Auf Samoa lebt aber noch die merkwürdige Zahntaube, Didunculus strigirostris, deren starker Oberschnabel hakenförmig gebogen ist, während der Unterkiefer an der Spitze mit mehreren Zähnen versehen ist. - In Kiautschou ist bisher nur eine Turteltaube, Tartur douraca, nachgewiesen.

Die Diamanttaube gehört zur Gattung der Indo-australischen
Kleintauben Geopelia.Ihr Verbreitungsgebiet ist Australien mit Ausnahme des
Südwestens und Südostens sowie der Küstengebiete im südöstlichen Queensland und
Neusüdwales.
Sie ist etwa so groß wie eine Lerche. Der Schwanz ist im
Verhältnis zum Körper lang. Seit einigen Jahren treten neben der grauen
Naturfarbvariante mehrere Farbmutationen auf. Silber, Brillant, Braun,
Schecken, Gelb, Rot, Zimtbraun und Weißbürzel. Männchen unterscheiden sich bei
allen Varianten meist nur durch den etwas größeren, leuchtend roten nackten
Augenring. Die Gesamtlänge der Tiere beträgt ca. 195 mm, Schwanz ca. 110 mm,
Lebendmasse 45 g.
Diamanttäubchen wurden in Europa 1870 erstmals erfolgreich
gezüchtet. Gegen niedrige Temperaturen sind sie nicht besonders empfindlich,
doch ist vom Überwintern in Freivolieren ohne trockenen Schutzraum dringend
abzuraten. Im Verhalten zeigt es meist wenig Scheu vor dem Menschen.


 


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